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Beeindruckendes bürgerschaftliches Engagement in Mariendorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Anna   
Mittwoch, den 25. August 2010 um 17:54 Uhr
Beeindruckendes bürgerschaftliches Engagement in Mariendorf
geschrieben von: Redaktion am 21.08.2010, 19:51 Uhr
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Zwölf Strahler an sechs Masten stehen jetzt am Rande des Hockeyplatzes im Volkspark Mariendorf. Das feierliche Anknipsen erfolgte am 21. August im Rahmen eines Sommerfestes des Mariendorfer Hockey-Clubs e.V. Bis es jedoch dazu kam, kostete es Zeit und Nerven.

Im Februar des vergangenen Jahres hatte der MHC sein größtes Vereinsprojekt seit seiner Gründung 1931 gestartet. Im Gegensatz zu den mit Flutlichtanlagen ausgestatteten Fußballsportanlagen im Volkspark Mariendorf, war es auf dem Hockeyplatz nach Son-nenuntergang dunkel. Seit vielen Jahren bemühte sich der Verein um die Errichtung einer Flutlichtanlage, um so deutlich mehr Trainingszeiten für seine Mannschaften anbieten zu können. Der MHC ist einer von zwei reinen Hockeyclubs in Berlin. Der Verein hat rund 320 Mitglieder, von denen zwei Drittel Jugendliche sind und ist mit seinen Erwachsenenmannschaften in den höchsten Spielklassen vertreten. Für die weitere sportliche Entwicklung des MHC war deshalb eine Flutlichtanlage unabdingbar geworden.

Harald Pirsch bei der Eröffnungsrede„Die Herausforderung für den Verein bestand darin, alle Genehmigungen für die Errichtung einer solchen Anlage zu erhalten und vor allem rund 70.000 Euro für den Bau einzuwerben, da das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg keine Mittel beisteuern konnte“, erklärte der Vereinsvorsitzende Harald Pirsch. Mit Beginn der Sommerferien wurde mit den Arbeiten begonnen. Um Kosten zu sparen, haben kräftige Vereinsmitglieder immer wieder anpacken müssen, so zum Beispiel an einem Tage früh um fünf Uhr, als die Masten abgela-den werden sollten. Da mussten schon viele starke Leute ran, um die riesigen Teile zu bewegen.

70.000 Euro realisiert zu haben, ist eine außergewöhnliche Leistung. Voll des Lobes daher die Bezirks-prominenz bei der Einweihungsfeier. Es ist doch immer wieder schön, wenn sich die Bürger das Geld für ihre Projekte selbst besorgen. Wenigstens zahlt die Verwaltung die Stromkosten, das ist ja auch schon was. Das Geld von Sponsoren zu erhalten, war, so hört man aus Vereinskreisen, nicht so anstrengend wie alle Genehmigungen zu bekommen. Das dauerte seine Zeit und ist komplizierter als der berühmte Otto-Normal-Bürger so glaubt. Glücklicher Weise gibt es da ein Vereinsmitglied, das sich in der Verwaltung auskennt und kein X für ein U vormachen lässt. Deshalb dankte Harald Pirsch Andreas Schwager in seiner Rede besonders herzlich für dessen Einsatz und Nervenstärke. Pirsch bedankte sich aber auch namentlich für deren Unterstützung bei den Stadträten Angelika Schöttler (Sport), Oliver Schworck (Grünflächen) und Bernd Krömer (Bauwesen) sowie bei Christian Schneider, Mitarbeiter des Jugendamtes, der stets den Überblick bewahrte und die Verwaltung in Schwung hielt.

Stadtrat Oliver Schworck wies in seiner Rede auf die Einzigartigkeit des deutschen Vereinswesens hin, das in vielen Bereichen eine gemeinnützige Stütze unserer Gesellschaft darstelle. „Ohne den Sport mit seinen vielen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern stünde es um den sozialen Frieden in vielen Berliner Kiezen sicherlich schlechter“, so Schworck. Das Vereinsleben sei in der krisengeschüttelten Gesellschaft ein Stück Lebensqualität. Schworck ging auch auf einen wesentlichen Vorteil des Vereinssports gegenüber dem Freizeitsport ein. „Der Vereinssport beeinflusst positiv das soziale Verhalten von Kindern. In der Gruppe lernen sie, Rücksicht auf Schwächere zu nehmen, sich gegenseitig anzufeuern und bei Erfolgen zu feiern oder auch mal bei Niederlagen oder Misserfolgen sich zu trösten“, sagte der Stadtrat.

Am 21. August gab es jedoch keinen Anlass, sich gegenseitig trösten zu müssen, ganz im Gegenteil. Sich freuen war angesagt. Die unvergessene Hanna-Renate Laurien sprach immer von der größten Bürgerinitiative, wenn sie den Sport meinte.

Rund 5.000 Euro der Kosten sind noch nicht durch Spenden gedeckt. Wer also etwas Gutes tun möchte, sollte ein Überweisungsformular ausfüllen und an den MHC e.V. Konto-Nr. 660 408 1930 BLZ 10050000 Berliner Sparkasse, Stichwort Flutlichtanlage, schicken.

Ed Koch

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. August 2010 um 17:55 Uhr
 

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