Start Mädchen A Mädchen A – Halbes Dutzend im Doppelpack

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Mädchen A – Halbes Dutzend im Doppelpack PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Karsten Pahl   
Freitag, den 26. August 2011 um 21:21 Uhr

Innerhalb von 3 Tagen traf unsere Mannschaft diesmal auf zwei richtig dicke Brocken. Zunächst empfing man im heimischen Volkspark den hochambitionierten SC Charlottenburg. Dabei konnte man zumindest in der Anfangsphase noch sehr gut mithalten. Doch noch in der 1.Halbzeit lud man die Gäste durch zwei individuelle Fehler förmlich zum Tore schießen ein, was diese gerne als Geschenk annahmen. Damit war das Spiel dann eigentlich auch schon frühzeitig entschieden. Auch wenn der SCC an diesem Tage spielerisch doch einiges schuldig blieb und wir selbst immer wieder zu guten Konterchancen kamen, die allerdings nicht konsequent genug abgeschlossen wurden, setzte sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr das kraftvolle Spiel des SCC durch. Letztendlich hatten uns die Gäste auch mit ihrer Schlagsicherheit und Schussstärke doch noch einiges voraus, so dass der Sieg des SCC am Ende natürlich klar verdient war. Nur fiel die 0:6 (0:3) Niederlage nach einem doch insgesamt recht ordentlichen Spiel vielleicht um 1 bis 2 Tore zu hoch aus und auch ein Ehrentreffer wäre mal Balsam für unsere Seele gewesen.   

Nur 2 Tage später trat man dann beim Spitzenreiter TuS Lichterfelde an. Hier ging es vor dem Spiel eigentlich nur um die Höhe der zweistelligen Niederlage, denn schließlich hatten selbst die zu den Favoriten zählenden Zehlendorfer Wespen dort mit 0:6 den Kürzeren gezogen. Das Spiel begann auch denkbar schlecht. Nach nur wenigen Sekunden schlug der Ball bereits erstmals in unserem Gehäuse ein. Auch in den nächsten Minuten kamen wir überhaupt nicht aus der eigenen Hälfte heraus, so dass man wirklich schon das Schlimmste befürchten musste. Wer von unseren Mädels den Ball hatte, wurde sofort überfallartig von drei Gegnerinnen angegriffen. Es dauerte schon einige Zeit, bis auch wir uns endlich mal aus der eigenen Hälfte befreien konnten. Zu eigenen Torchancen kamen wir dabei aber nicht. Vielmehr bauten die enorm lauf- und spielstarken Gastgeber ihre Führung bis zur Halbzeit auf 4:0 aus. Nach der Pause war es dann wirklich nur noch eine reine Abwehrschlacht. Eigene Angriffe waren kaum mehr zu sehen. Unsere Mädels wollten sich aber nicht einfach so abschlachten lassen und zeigten Herzblut. Mit großer Leidenschaft warfen sie sich in jeden Schuss und jeden Zweikampf, so dass TuS Li trotz gefühlter 20 Strafecken (na ja, könnten auch ein paar weniger gewesen sein) und weiterer Großchancen nur noch zwei Tore erzielte. Eine 0:6 Niederlage gegen eine solche Klassemannschaft, die sicherlich der Topfavorit auf die Meisterschaft ist, verdient allemal Respekt. Offensichtlich aber wohl nicht den vom Trainer der Gastgeber. Anders ist sein peinlicher Ausraster kurz vor Schluss wohl nicht zu erklären, als er die eigene Mannschaft lautstark in aller Öffentlichkeit zusammenstauchte, weil sie nach seiner Auffassung mindestens 15 Tore zu wenig erzielte und er unsere glänzend aufgelegte Torhüterin  als nassen Sack bezeichnete. Das gehört sich nicht. Wenn Erfolg zwangsläufig zu Größenwahn führt, dann bleiben wir doch lieber so wie wir sind. Mit dem gelb-schwarzen Herzen am richtigen Fleck.

Nachzutragen ist noch das Spiel gegen Potsdamer SU. Dieses fand bereits kurz vor den Ferien statt und bedarf auch nicht vieler Worte. Kurzfristig stark ersatzgeschwächt angetreten fanden wir in einer niveauarmen Partie gegen einen gewiss nicht übermächtigen Gegner zu keiner Zeit ins Spiel. Die Abwehr der Potsdamerinnen machte zwar an diesem Tage auch nicht unbedingt den sichersten Eindruck, aber dennoch gerieten sie aufgrund fehlender Durchschlagskraft im Angriff nie ernsthaft in Gefahr. Somit entführte Potsdam völlig verdient mit 3:0 (2:0) die Punkte aus dem Volkspark.  

In den letzten beiden Spielen gilt es nun für uns, dem BSC im direkten Vergleich durch den ersten Dreier die rote Laterne zu überlassen und gegen Z88 vielleicht auch mal für eine Überraschung zu sorgen. Das wäre dann wenigstens noch ein versöhnlicher Saisonabschluss.

 

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