Odysee nach Limburg – oder ein (vorerst) letztes Mal 2. Liga

Samstag 4.00 Uhr morgens, eine schöne Zeit zum aufstehen, schließlich musste man heute noch nach Limburg um dort das letzte Spiel der Saison zu absolvieren. 5.45 Uhr war es dann als sich der MHC Tross am P+R traf um auf den Bus zu warten, der um 6.00 Uhr abfahren sollte. 6.30 Uhr und immer noch kein Bus zu sehen, so langsam fragte man sich schon was man denn machen würde, wenn der Bus nicht kommt. Da wollte man einmal eine entspannte Fahrt haben, ohne dass jemand fahren muss und ohne das Team zu teilen. 7.20 Uhr, endlich eine Aussage vom Bus-Unternehmen, 8.00 Uhr sollte es werden, denn vor deren Einfahrt, stand wohl ein PKW der erst einmal abgeschleppt werden musste?!

Nun hieß es Gas geben, denn Anpfiff sollte ja bereits um 15.00 Uhr sein. Die Busfahrt war in den ersten Stunden geprägt von schlafenden MHCern, die sich irgendwie mit dem alten Linienbus akklimatisieren mussten. Die Busfahrt gestaltete sich anschließend als Nervenaufreibend, da nun die geplante Ankunft auf 14.45 Uhr gerutscht war, als man in einen Stau nach dem anderen geriet. Besprechung und umziehen im Bus, um gleich bereit zu sein. Allerdings war es eine weitere Umfahrung die dafür sorgte, dass wir erst um 15.45 Uhr eintrafen und die Schiedsrichter das Spiel auf 16.05 Uhr legten. Nun hieß es kurz an die Pille und dann gehts los.

Die Limburger brauchten einen Sieg um den Klassenerhalt schaffen zu können und dies wollten wir ihnen, trotz der komplizierten anfahrt, nicht gewähren. Die ersten paar Minuten waren ein klassisches abtasten, oder in diesem Fall, ein erweitertes Einspielen. Allerdings merkte Limburg, dass wir einfach nicht in Topform sein konnten und machten immer wieder Druck auf uns und wir wurden zwar nicht nervös, aber man merkte eben gerade da, das wir kaum Zeit hatten uns vorzubereiten. So kam Limburg auch zu ein paar guten Chancen, die Philli noch parieren konnte und so plätscherte das Spiel so dahin. Limburg wurde im Anschluss einen Tick besser und konnte so zu einem psychlogisch wichtigen Zeitpunkt (34.min) zum 1:0 treffen. Die Köpfe hingen, ob aufgrund des Treffers oder der Gesamtsituation war nicht zu sagen. Halbzeit.

Wir wollten das Spiel nicht kampflos hergeben und wollten erst recht nicht untergehen, jedoch merkte man davon in der 2. Halbzeit fast gar nichts, wir waren (heute) einfach nicht in der Lage uns zu wehren und standen kurz vor dem „Technischen KO“ wie man im Boxen sagt und fingen uns in der Folge das 0:2, 0:3 und 0:4. Wir waren am Ende, nicht nur mental, sondern auch körperlich und Limburg hatte nun richtig Spaß am Spiel und ließen uns das spüren. Zwar hatten wir in der 2. Halbzeit ein paar mehr Chancen, aber verwandeln konnten wir keine und so blieb es dann letztendlich beim 0:5, Limburg feierte und wir wollten nur noch nach Hause, diese Fahrt war, vllt. nicht der Grund, aber ganz sicher ein Hauptgrund für die heutige Niederlage.

Schnell Duschen, essen und dann ab in den Bus. Schon jetzt war das Spiel bei fast allen vergessen und es wurde gefeiert, nicht das heutige Spiel, nicht die Saison, sondern dieses Team, der Verein. Mit ganz viel Hopfen, Effect und noch mehr Despacito ging es nach Hause, wo man gegen 3.00 Uhr ankam, ehe es einige noch zum Standard Treff Mäcces zog, schließlich konnte man schon mal Frühstücken.

4.30 Uhr kam ich dann zuhause an, 24 1/2 Stunden waren es also die ich für den Verein unterwegs war, 24 1/2 Stunden für den Hockeysport. Letztendlich 24 1/2 Stunden für 5 Minuten Hockey.

Zu guter Letzt bleibt nur eins zu sagen, heute, naja vielleicht auch erst morgen, startet die Mission Wiederaufstieg und mit euch, kann das gar nicht schief gehen. Vielen Dank für eure tolle Unterstützung und bis bald wieder im Volkspark!

Eure 1. Herren

#72

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