Blut, Schweiß, Tränen, alles war dabei … die 2. Damen!

Tja. Wie soll wohl für dieses Spiel der richtige Bericht aussehen? Ich fang mal von hinten an: Blut, Schweiß, Tränen, alles war dabei. Zwei 7-Meter gegen uns, 2 x hinten gelegen, viele Fans an der Seite (an dieser Stelle noch einmal einen Riesendank an alle, die da waren, lautstark bei uns standen und uns in diesem Spiel begleitet haben!!!) und am Schluss die Erlösung.

Doch der Reihe nach.

Die ganze Saison lief durchwachsen. Bis auf das Spiel gegen BHC3, welches unentschieden ausging, haben wir bis jetzt alle Spiele gewonnen. Zufrieden waren wir trotzdem nicht immer mit unserer Leistung – Steigerungspotential war gegeben. Im Laufe der Saison kristallisieren wir uns als Aufstiegskandidat heraus, in direkter Konkurrenz zum SHTC. SHTC hat bis jetzt jedes Spiel gewonnen, entsprechend viel Respekt brachten wir unserem Gegner entgegen.

Wir wussten also, dass uns dieses Spiel alles abverlangen wird, dass dieses Spiel mitentscheidend ist, wer den Aufstieg in die Oberliga schaffen kann – und genau dahin wollen wir wieder zurück!

Die letzten Wochen haben wir also auf diesen Sonntag hintrainiert, haben Testspiele absolviert, uns gegenseitig angestachelt, wurden vom Coach auf Neues eingestellt und haben sicherlich alle darauf hin gefiebert.

19.02.2017: Henry, Sandra, Nine, Nina, Muddi, Lulu, Janki, Isi, Willi, Inga. Angekommen in der Halle in der Schlossstraße – Platz check: rutschig. Quasi wie die GHO! Kann ja nur von Vorteil sein.

Warm machen – Teambesprechung: Felix macht uns scharf auf den Sieg. Wir wollen unser Bestes geben, immer bei mindestens 120% sein, Herzblut, alles für schwarz-gelb!

Wer SHTC in der Halle in den letzten 3 Jahren gesehen hat, weiß, dass in dieser Liga wohl niemand so auf Druck spielt wie sie. Als Verteidiger sieht man sich, sobald man den Ball berührt hat, 3 gegnerischen Spielerinnen gegenüber. Das wussten wir, deswegen wollten wir unserem letzten Mann genügend Platz geben, um selbstständig um ihre Gegenspieler zu kommen.

Und – die ersten Minuten waren quasi Spannung pur. Ein schneller Ballabtausch, in den gegnerischen Kreis, in unserem Kreis, in der Mitte – ach eigentlich war der Ball überall. Nur nicht im Tor von SHTC.

Dann der erste Rückschlag: Strafecke und anschließend 7 Meter. Gegen uns. Ungünstig. Leider auch für Henry – nichts zu machen, 0:1 hinten.

Aber hey, das kannten wir schon, darin waren wir gut – aufstehen, wenn andere schon der Überzeugung waren, uns zu schlagen.

Und so war es unsere erste Ecke, die Muddi ziemlich genau in den obersten linken Quadranten des Tores katapultierte – Ausgleich!

Und jetzt geht es mit ganzem Elan weeeei …. oh. Nächste Ecke gegen uns … und auch noch direkt drin.

Naja, hatten wir ja schon einmal, also das gleiche Programm wie vorher: gut im Aufholen, nicht aufgeben … also ab nach vorne, alles geben was man hat. Aber alles rausspielen hilft nichts, unsere besten Kombinationen bringen nicht den gewünschten Erfolg, doch irgendwann fällt der erneute Ausgleich: Muddi steht im Kreis, Sandra sieht sie, spielt den Ball vor, Muddi kriegt ihn, dreht sich raus, schießt, unterm Torwart durch, Tor. Halt STOP! TOOOOR! Ausgleich! Yes! Wieder da! Und sofort der Halbzeitpfiff. Das tat gut! Und es machte Mut. Felix Halbzeitansprache gab Zuversicht, unser Spiel wurde Anfang der 2. Hälfte griffiger, wir spielten aggressiver und souveräner, hatten mehr Ballbesitz und drückten mehr Richtung gegnerisches Tor. Und doch war es erneut Spandau, die eine gute Chance bekommen sollten, sich abzusetzen. Doch, war es der spürbare Druck, der von uns kam, war es Henrys souveräner Eindruck oder war es vielleicht einfach nur Zufall – die vorher noch sehr sichere SHTC-Schützin verschoss den zweiten 7-Meter.

Die gefühlt 20. Ecke für uns, alle übrigens durch die Bank von Muddi perfekt ins Dreiangel gezimmert doch durch eine starke Torwartleistung abgewehrt, geht diesmal rein. Wir liegen vorne! Wooow! Alles ist machbar!

Jetzt nur nicht einknicken oder zu früh freuen. Aber jaja, Spandau gleicht natürlich aus. War ja quasi zu erwarten. Was für objektive Zuschauer nach einem spannenden Spiel klingt ist für uns natürlich nicht gerade leicht wegzustecken – wir wollten endlich den Sack zu machen, zeigen, dass wir Spandau schlagen können. Das Spiel geht weiter, ein hin und her, so ein bisschen hatte man aber das Gefühl, dass Spandau sich auch mit einem Unentschieden Zufrieden gibt – hätte ihnen für den letzten Spieltag auch einen guten Puffer gegeben.

Aber wir wollten das natürlich nicht – und so war es eine exakte Kopie des 2. Tors, dass uns erneut in Führung brachte. Und damit auch den Endstand markierte. 4:3! Sieg, Sieg, Sieg!

Wir freuen uns auf das letzte Spiel der Saison gegen STK in der GHO am 05.03. – wir hoffen, dass wir euch da sehen, wenn wir um den Aufstieg kämpfen!

Maaaariendorf ist der geilste Club der Weeeelt ….

Inga

 

 

 

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