3 Punkte gegen den Primus!!!

Die sich im Abstiegskampf befindenden Herren des MHC haben gegen den aktuellen Tabellenersten Blau-Weiß Berlin mal ordentlich Einen ausgepackt und mit 6:5 (5:2) unglaublich wichtige Punkte eingefahren. Ein Spiel, das man so schnell nicht vergessen wird – zumindest auf Seiten der Gelb-Schwarzen.

150 Zuschauer, der rbb mit Kamera am Start, die Damen vorher gedreiert gegen den ATV und neue Schals. Es war mehr als angerichtet für einen tollen Hockey-Nachmittag in der UvH. Dass es so ein toller Nachmittag wird, war dann aber doch nicht zu erwarten, wenn man ehrlich ist. Aber der Reihe nach: Der außergewöhnlich starke Jahrgang der Grunewalder Hockeyspezies, der als Tabellenerster angereist war und sich mit Recht große Hoffnung auf das Viertelfinale machen darf, bekam es mit einer halbtiefen MHC-Abwehr zu tun. Wie schon gegen TuSLi war das Motto aus einer gesicherten Defensive heraus zu agieren und wenn möglich mit Kontern Nadelstiche zu setzen. Das erste Tor fiel aber aus dem eigenen Aufbau. Der frischgebackene Ehemann Bene (Glückwunsch Nine für diesen Fang!) konnte seinen Gegner an der rechten Bande überlaufen und tunnelte den heranstürmenden Torwart. 1:0 nach 5 Minuten. Ab zurück in die Formation und weiter stabil. Im Hinspiel konnte Blau-Weiß noch die klaffenden Lücken in der MHC-Verteidigung ausnutzen und locker zu Torchancen kommen. Dies gelang dieses Mal eher weniger, denn die Abwehr stand sicherer, bewegte sich mehr und auch die Stürmer taten alles, um gar nicht erst große Löcher aufkommen zu lassen. So plagten sich die Gäste in Weiß ab, hatten aber nicht die Geduld und die Sicherheit ihre athletischen und technischen Vorteile auszunutzen. Der MHC bestach durch mannschaftliche Geschlossenheit und wurde belohnt. Patte versenkte einen berechtigten Siebenmeter nach 16 Minuten zum 2:0. Kurz darauf nutze der bärenstarke Klucki sein Weitwinkel, ähnlich wie ein Tripod in „Krieg der Welten“, um in einer unübersichtlichen Situation doch noch das Tor zu erstochern. Als Felix dann daraufhin seine geile Leistung mit einem Tor krönte, war der gemeine Zuschauer schnell an das TuSLi-Spiel erinnert. Da war ja was…Dann der 4:1 Anschluss durch eine Ecke. Okay, passiert halt. Kurz darauf erzielte Blau-Weiß durch einen seiner Rohdiamanten den 4:2 Anschluss. Aber der MHC ließ sich (noch) nicht beirren und spielte fleißig weiter mit. Das wurde belohnt durch eine sehenswerte Eckenvariante, die P-Dog Pirsch verwandeln konnte. So ging man mit einem traumhaften 5:2 in die Pause. Die unnachgiebig peitschenden Kleeblattultras hofften natürlich, dass es heute nicht wieder zu einem traumatischen Ende kommen wird.

Das Coaching-Team hatte aber anscheinend die richtigen Worte gefunden, denn der MHC blieb weiter solide und im Vergleich zum TuSLi-Spiel klebte man nicht in der Abwehr fest, sondern befreite sich durch eigene Situationen. Das war enorm wichtig! Blau-Weiß war aber jetzt stärker auf der Platte. Auch hier wurde wohl nachjustiert. Trotzdem hielt die Abwehr stand, auch wenn Puls und Blutdruck auf der Tribüne sich so langsam Werten anglichen, bei der Mann seinen Arzt aufsuchen sollte. Aber man ist ja auch jenseits des Parketts fit und fruchtig. Eine Viertelstunde musste man so ausharren, bis es erneut Patte war, der wieder eine Ecke nutze. Drei Tore in einem Spiel gelangen ihm zuletzt beim Training seiner wJB (ohne Gewähr). 6:2 und noch 13 Minuten zu spielen. Das sollte Sicherheit bringen. Aber Hallenhockey wäre nicht das was es ist, wenn nicht alles passieren kann – Murphys Sport. Blau-Weiß nahm 10 Minuten vor Schluss den Torwart heraus und nun wurde es aber mal richtig spannend. Der MHC verlor an Kraft und der Gegner gewann an Chancen. Das führte in der 51. Minute zum 6:3 und eine Minute später zum 6:4. Der MHC wirkte jetzt angeschlagen, wie Axel Schulz zu seinen „besten“ Zeiten. Dann das 6:5 durch eine strittige Ecke. Blau-Weiß witterte jetzt die große Chance, aber der MHC mobilisierte noch einmal seine Kräfte, klärte Bälle mit Schläger und Körper auf dem Weg ins Tor und schrubbte den Boden mit den tiefen Schlägern. Es reichte tatsächlich! Abpfiff und 3 Punkte. Was eine großartige Mannschaftsleistung von jedem einzigen. Ach, was sage ich. Was eine großartige Vereinsleistung. Das war ein Fest von und für Jedermann.

Mit der besten Halbzeit seit wir denken können haben wir die Grundlage für diesen Sieg gelegt. Als Einheit und in Musketiermanier haben wir es geschafft diese starke Truppe zu besiegen, die unserer Meinung nach weder überheblich noch willensschwach auftrat (O-Ton Blau-Weiß). Diese Mannschaft hat ganz sicher Zukunft. Gerade wegen der individuellen Stärke der Gäste sind wir deshalb umso stolzer, dass wir als Team diesen Sieg holen konnten. Die tun uns richtig gut. Genauso wie die unfassbare laute Unterstützung der Tribüne, die die Kommunikation auf dem Spielfeld zeitweise sehr schwer machte #Flugzeugstart. Danke! Immer wieder Danke!

Wer uns begleiten will, findet Fotos auf Instagram (herrenmhc), Aktuelles auf Twitter (herren_mhc) und den kurzen aber schönen Bericht des rbb in der Mediathek ab Minute 5 (http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-AKTUELL/Sport-am-Samstag/rbb-Fernsehen/Video?documentId=32674964&topRessort=tv&bcastId=3907840)

Eure 1. Herren
#6

 

Tore:

1:0 Benedict Schmidt (5.)

2:0 Patrick Pirsch (16., 7m)

3:0 Niko Kluckert (19.)

4:0 Felix Podewski (21.)

4:1 Marco Testrut (23., KE)

4:2 Thies Prinz (27.)

5:2 Patrick Pirsch (28., KE)

6:2 Patrick Pirsch (47., KE)

6:3 Luis Gill (51.)

6:4 Paul Dösch (52.)

6:5 Marco Testrut (56., KE)

Ecken: 2 (2 Tore) / 7 (2 Tore)

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: J. Brieschke | D. Möller

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