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1. Herren: Unentschieden gegen TusLi PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Misch   
Montag, den 12. Dezember 2011 um 18:24 Uhr

Am 8. Spieltag hatten wir die Gäste aus Lichterfelde zu Gast, denen wir im Hinspiel mit unserem ersten Saisonsieg eine überraschende Niederlage zufügen konnten. Die Vorsätze waren klar: Wir brauchten die 3 Punkte im Abstiegskampf, da Konkurrent BW durch seinen ersten Saisonsieg nunmehr auf 2 Punkte rangerückt war, Tusli brauchte 3 Punkte im Kampf um Platz 2 und die damit verbundene Viertelfinalteilnahme. Zur Prime time am Samstagabend um 20 Uhr sorgten knapp 200 Zuschauer für eine bundesligareife Kulisse in der UvH-Halle.

Unser Ziel war zunächst, über unser konsequentes Defensivverhalten im „Würfel“ ins Spiel zu kommen und auf Konter zu setzen, womit Tusli im Hinspiel doch sichtlich Probleme hatte. Lichterfelde hingegen schien sich genau darauf sehr gut eingestellt zu haben und wirkte in der Anfangsphase einfach wacher und gedankenschneller. Folgerichtig stand es durch ein Feldtor sowie eine verwandelte Strafecke nach 4 Minuten bereits 2:0 für den Favoriten aus dem Nachbarbezirk. Auch in der Folge kamen wir nicht richtig ins Spiel, so dass unsere Trainer eine frühe Auszeit nahmen. Hier wurden wir wachgerüttelt und unser System auf eine offensivere Manndeckung umgestellt. Jetzt kamen wir langsam besser ins Spiel und konnten uns erste Torchancen erspielen. Mit den beiden besten Chancen scheiterten wir jeweils per Strafecke am gut aufgelegten Tusli-Schlussmann. Tusli blieb seinerseits gefährlich und konnte nach gut 20 Min. nach einem Konter auf 3:0 erhöhen. Alles sah nach einer klaren Sache für den Favoriten aus und keiner ahnte, dass dies der letzte Tusli-Treffer des Abends bleiben sollte. Denn spätestens jetzt waren wir voll im Spiel, liessen in der Defensive kaum noch Chancen zu und erspielten uns unsererseits vorne die eine oder andere Möglichkeit. Nach einem tollen Solo über die rechte Seite war es Bene Schmidt, der den gegnerischen Torwart mittels Beinschuss überwandt (1:3, 24. Min). Nur wenige Minuten später hallte erneut ein Torschrei durch die Halle, nachdem Felix Podewski mit einem sensationellen Stecher-Lupfer (so nenn ich es mal) traf. Leider hatten die Unparteiischen etwas dagegen und erkannten den Treffer zur Verwunderung aller (inkl. der Tusli-Spieler) nicht an. Noch ärgerlicher wurde es für den Torschützen Bene Schmidt, der quasi mit dem Pausenpfiff nach einem Zweikampf mit einem Tusli-Spieler (dem hier ausdrücklich keine Absicht unterstellt wird) ein Stück eines Schneidezahns auf dem Parkett zurücklassen musste, jedoch vorbildlich weiterspielte. In der Pause dann 2 Ansagen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Während Trainer Mario. D. ruhig und sachlich die Lage analysierte und uns wichtige taktische Hinweise für die 2. Hälfte mitgab versuchte Co-Trainer Mario B. mit einer Rudi-Völler-Gedächtnis-Wutrede an unsere Ehre zu appellieren und kritisierte (zu Recht) die mangelnde Aggressivität der ersten 15 Minuten. Beides für sich, oder die Kombination aus beidem, schien unseren Nerv getroffen zu haben. Mit dem Selbstbewusstsein, schon in den vorangegangenen Spielen jeweils Rückstände aufgeholt zu haben, starteten wir mit offensivem Pressing in die 2. Hälfte, ohne jedoch die Defensive zu sehr zu entblößen und damit Konterchancen zu gewähren. So ergaben sich uns zwar keine Chancen im Minutentakt, jedoch immer wieder vielversprechende Gelegenheiten. Die vielleicht beste wurde erneut per Strafecke vergeben. Tusli seinerseits konnte in dieser Phase seinen Ansprüchen nicht gerecht werden und schien das Offensivspiel komplett eingestellt zu haben. In der 38. Minute war dann der wirklich starke Tusli-Schlussmann per Querpass ausgespielt und der Torschuss von Marcel Schmidt nur durch einen Feldspieler mit dem Körper geblockt worden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Felix Podewski sicher und spätestens jetzt war jedem klar, dass da noch was gehen würde für uns. Am Spiel änderte sich zunächst weiter nichts. Kontrolliert versuchten wir Druck auszuüben und ließen dabei nur sehr wenig Konterchancen zu, Tusli fehlte es weiter an der nötigen Präzision im Spiel nach vorne. Gut 10 Minuten vor Schluss ergab sich dann aber doch die große Konterchance für die Gäste, doch Jungstar Marvin Menzel konnte für den bereits geschlagenen Keeper Driess Chabab auf der Linie klären. Im Gegenzug vergaben wir erneut per Strafecke die große Chance auf den Ausgleich.

Die Spannung in der Halle stieg mit Ablauf der Spielzeit immer weiter an. In der 56. Minute war es dann endlich so weit. Nach einem schönen Lauf über rechts spielte Felix Podewski dem Tusli-Verteidiger den Ball an den Fuß um eine Ecke „zu ziehen“, von wo der Ball jedoch direkt vor die „Klinge“ des 2. MHC-Stürmers (und Autor dieses Berichtes) gelang, der nur noch zum viel umjubelten Ausgleichstreffer einschieben musste. Jetzt stand die Halle Kopf und alles schien möglich. Fast im Gegenzug erspielte sich Lichterfelde dann eine Strafecke, welche vom erneut starken Driess Chabab jedoch mühelos pariert werden konnte. 2 Minuten vor Schluss nahmen die Gäste eine Auszeit und opferten den Torwart zugunsten eines 6. Feldspielers. Tief standen wir jetzt in der eigenen Hälfte, liessen Tusli kommen und lauerten unsererseits auf die eine Konterchance, welche den Sieg bedeuten konnte. Driess Chabab konnte in dieser Phase erneut gegen einen Tusli-Stürmer retten. 10 Sekunden vor dem Ende bot sich uns dann tatsächlich noch die Chance auf den Sieg, doch der lange Ball auf den vor dem leeren Tor einschussbereit wartenden Felix Podewski wurde im letzten Moment von einem Tusli-Verteidiger abgelenkt. Ende, 3:3!

Resumée:

-Ein Unentschieden, das weder uns noch Tusli wirklich hilft!

-Nach dem „schwarzen“ ersten Wochenende wurden wir in 6 Spielen nur von Liga-Primus BHC bezwungen, gewannen aber auch nur eins dieser Spiele!

-Am nächstem Samstag, 17.12.2011, um 20 Uhr in der UvH kommt es zum ultimativen Endspiel gegen BW! Wir brauchen Euch und Eure lautstarke Unterstützung, um hier den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. Dezember 2011 um 21:01 Uhr
 

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